Naturbestattung

Pflegefreie Grabstellen

Der Naturbestattung geht immer zuerst die Feuerbestattung voraus. Die Urnenstätte kann auf Wunsch anonym bleiben oder auch durch mit den Namen des Verstorbenen gekennzeichnet werden. Somit haben Angehörige die Möglichkeit, ihre Urnenstätte jederzeit zu besuchen. Der Grabplatz wird nicht mit Blumen, Kränzen und Bepflanzungen geschmückt. Die Natur übernimmt mit ihrer vielfältigen Schönheit, immer der Jahreszeit entsprechend, diese Gestaltung. Die Kosten für eine Grabpflege entfallen somit. Genauso wie bei den traditionellen Bestattungsarten, kann vor oder nach der Feuerbestattung für Ihre trauernden Hinterbliebenen, Angehörigen, Verwandte und Freunde eine feierliche Verabschiedung mit Sarg- oder Urne entweder in der Kirche, auf dem Friedhof oder in einem Trauersaal, in der Regel in Ihrem Heimatort, stattfinden.

Zunehmend erfolgt die Wahl der Ruhestätte immer mehr praktischen Beweggründen. Das von Angehörigen gepflegte Familiengrab wird seltener. Familien leben nicht mehr am selben Ort, es fehlt die Zeit, bei älteren Menschen manchmal einfach auch die Kraft. In der Bestattungsvorsorge meinen Menschen bei solchen Konstellationen häufig, Gutes zu tun, indem sie ihre Angehörigen durch eine anonyme Bestattung „entlasten“. In Wirklichkeit fühlt sich das Umfeld durch eine solche Entscheidung oft vor den Kopf gestoßen. Glücklicherweise gibt es eine wachsende Vielfalt an Grabarten, die auch dann eine würdevolle letzte Ruhestätte bieten, wenn niemand für die Pflege aufkommen kann oder möchte.

 

Grabpflege durch die Natur?

Die Bestattung in einem Bestattungswald kann die Heimkehr an einen Lieblingsort bedeuten oder die Vorstellung und Ideologie des Verstorbenen wiederspiegeln. Ein Ort, den Angehörige in der Regel nicht schmücken, aber eindeutig kennzeichnen und besuchen können – sofern sie noch gut zu Fuß sind. Da dies nicht immer der Fall ist oder im Laufe des Lebens der Gang zum Grab immer mühseliger werden kann, bieten inzwischen auch manche klassischen Friedhöfe pflegefreie Grabanlagen an. Diese sind in der Regel für jedermann gut erreichbar und somit barrierearm oder -frei gestaltet. Speziell gepflegte Areale für Baumbestattungen, Rosen- oder Staudengärten und eigenständige kleine Parks und Gärten mit jahreszeitlich passend bepflanzten Beeten bieten eine alternative zum klassischen Erdurnengrab. Ein deutlicher Vorteil zu Bestattungswäldern ist die vorhandene Infrastruktur, häufig können Grabmale gesetzt werden, oder aber es sind Gedenkstehlen vorhanden.

Baumbestattung: Bei einer Baumbestattung wird die Urne des Verstorbenen am Fuße eines Baumes in der Nähe des Wurzelwerks eingebracht. Der Baum dient genauso wie bei herkömmlichen Bestattungsarten als Grabmal,  sowie als Bezugspunkt für die Angehörigen, um zu trauern und Abschied nehmen zu können. Die Grabstelle wird mit einem Namensschild gekennzeichnet, welches den Namen, das Geburts- und Sterbedatum enthält.

Felsbestattung/ Wiesenbestattung: Statt im direkten Wurzelbereich von Bäumen kann die Urne eines Verstorbenen auch auf speziell dafür ausgewählten Flächen beigesetzt werden. Bei der Fels- oder Wiesenbestattung haben die Hinterbliebenen ebenso wie bei der Baumbestattung einen direkten Bezug zum Beisetzungsort. Ein Bezugspunkt in der Landschaft als Ort der Ruhe, Trauer und Besinnung, kann den Angehörigen bei der Überwindung ihrer Trauer helfen. Die namentliche Kennzeichnung wird entweder direkt an der Grabstelle, oder in einem vor Ort ausgelegten Buch oder einer gemeinsamen Namenstafel vollzogen.

Ja

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